Ato Atelier

RoughCut

Das Manuskript als Schnittplatz

Das Projekt

Wir entwickeln RoughCut, um das Erschließen von Recherchematerial, das Entwickeln von Stories und den Tonschnitt in einem gemeinsamen Arbeitsraum zusammenzuführen. Die hörbare Schnittfassung entsteht direkt beim Schreiben.

Ob Journalist:innen für Text, Podcast, oder Videobeitrag schreiben, der Weg von Interviews und anderen aufgezeichneten Medien bis zur veröffentlichten Story geht über viele verschiedene Tools. Das Interview wird hier transkribiert, dort gelesen und analysiert, in der Notizen-App wird das Thema strukturiert und aufgearbeitet, in einer Schreib-App entsteht das Manuskript, Erzählerstimmen werden im Tonstudio aufgenommen, das Editing findet in ProTools statt, wo das Manuskript mit allen Aufnahmen manuell nachgebaut, umgeschnitten, weiterentwickelt wird, das Manuskript muss aktualisiert werden, und das Audio-Master zur Veröffentlichung enthält keine Spur mehr zu den Entscheidungen, Notizen, Quellen, die zum Ergebnis geführt haben. Bei komplexen Projekten geht früh der Überblick über das Recherchematerial verloren, und man sucht mitunter vergeblich danach, wer "das" mal in welchem Interview gesagt hat. Und überhaupt ist Quellentransparenz eine minuziöse manuelle Arbeit, der keine noch so gute Disziplin wirklich gewachsen ist; wer doie Quellen seiner Texte offenlegen will, kann dann leicht verzweifeln.

Als Antwort darauf entwickeln wir RoughCut, eine KI-gestützte Authoring-App, mit der Journalist:innen ihr Recherchematerial erschließen und analysieren können und aus dem Material heraus schreiben können. Bei Audioproduktionen entsteht der Schnitt dabei bereits durch das Schreiben und muss nicht mehr manuell nachgebaut werden. Und selbst das Audiomaster enthält noch eine Spur zurück zu den Originalquellen und allen Zwischenschritten; ein Quellenbericht kann automatisch erstellt werden. Was wie eine neue Art des journalistischen Schreibens klingt — ist genau das. Standardmäßig bleiben dabei alle Daten lokal auf dem eigenen Rechner, weshalb sich RoughCut auch für vertrauliche Recherchen und den Schutz sensibler Quellen eignet. Das Projekt wird vom Medieninnovationszentrum Babelsberg gefördert und ist gerade im Aufbau.

Aktuelles
Juni 2026

RoughCut erhält Innovationsförderung des MIZ Babelsberg

Das MIZ Babelsberg fördert Projekte, die den digitalen Journalismus voranbringen, von Medienvielfalt über Lokaljournalismus bis zur Stärkung von Informationskompetenz. RoughCut wird im Rahmen der Innovationsförderung als Prototyp entwickelt und mit Journalist:innen in realen Produktionen erprobt.

Kontakt

Wir suchen Journalist:innen, die RoughCut früh an eigenen Projekten erproben und Feedback geben möchten; wenn dich das interessiert, schreib uns gerne. Wenn du auf dem Laufenden bleiben willst, schick uns einfach einen kurzen Hinweis, dass du in den Email-Verteiler eingetragen werden möchtest.

→ Schreiben roughcut@atoatelier.com